• Autorin: Kristina Pfister
• Genre: Roman
• Seitenzahl: 368
• Erscheinungsjahr: 2022
• Verlag: Fischer
In dieser Geschichte treffen vier Menschen aufeinander, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Lale, die dringend eine Pause von ihrem konventionellen Leben braucht, Christophe aus La Réunion, der auf der Suche nach seinen Wurzeln ist, Teenager Flo, der sich Anschluss wünscht und Gustav, ein gebrechlicher und verbitterter Mann, der gar nicht so recht weiß, wie ihm geschieht, als all diese Persönlichkeiten für einen Sommer auf seinem alten Campingplatz zusammentreffen.
Ein wunderschönes Buch, über das Loslassen, Ankommen und den Mut neue Wege zu gehen. Kein bisschen oberflächlich erzählt, sondern immer real und nahbar – ohne Pseudo-Lebensweisheiten, weshalb ich meistens vor solchen Romanen zurückschrecke. Die Charaktere sind so präzise ausgearbeitet, dass man sie direkt ins Herz schließt und während der gesamten „Reise“ mit ihnen fühlt.
Kristina Pfister ist eine Geschichte gelungen, die emotional auf vielen Ebenen berührt und eine Kulisse, die atmosphärisch und detailverliebt in den Campingplatz am See eintauchen lässt. Nicht zu vergessen ist, und das hätte ich dem Buch nicht zugetraut, wie humorvoll und ulkig die vielen gemeinsamen Erlebnisse der Protagonisten erzählt sind. Es hat sehr viel Spaß gemacht von Seite zu Seite zu blättern, nicht nur um herauszufinden, wie die Dinge letztlich für die Hauptcharaktere ausgehen, sondern auch, welche Ereignisse sich auf dem Campingplatz zu tun.
Kurz zusammengefasst: Rührend, witzig und bittersüß mit dem perfekten Maß an Melancholie. Für mich dieses Jahr eine der besten Sommerlektüren.